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Meta Ads Case Study · Musik & Entertainment

Kosten je Streaming-Klick um 73 % gesenkt

Stefan Steeger Stefan Steeger Performance-Marketing & Tracking
Case Study Meta Ads Streaming

−73 %

Kosten je Durchklick (0,68 € → 0,19 €)

×15

Durchklicks zum Streamingdienst

+207 %

Landingpage-Aufrufe

0,043 €

Durchklick im zweiten Projekt

Das Budget hat sich vervierfacht, die Durchklicks haben sich verfünfzehnfacht. Genau das ist der Unterschied zwischen „mehr ausgeben" und „besser aussteuern". Wie ich für einen Artist im Bereich elektronische Musik aus einem Reichweitenkanal einen messbaren Streaming-Kanal gemacht habe.

Hintergrund

Der Kunde produziert elektronische Musik und veröffentlicht unter mehreren Projekten. Sein Geld verdient er mit Streams – nicht mit einem Warenkorb. Auf Meta liefen Kampagnen mit sehr guter Reichweite: über 42 Millionen Interaktionen im Quartal zu 0,0007 € je Interaktion. Zahlen, die in jedem Report gut aussehen.

Nur beantworteten sie nicht die eine Frage, die für sein Geschäft zählt: Was kostet es, dass jemand den Song tatsächlich hört?

Die Ausgangslage

Ein reichweitenstarkes Konto mit einer klaren Aufgabe: den Erfolg an die Größe koppeln, die beim Kunden ankommt. Leitkennzahl waren Interaktionen und Profilbesuche – beides sagt nichts darüber, ob jemand beim Streamingdienst gelandet ist. Und der Weg vom Klick bis zur Wiedergabe war nicht durchgemessen, sodass sich nicht sagen ließ, wo Menschen abspringen.

Dazu ein struktureller Punkt: Streaming-Anzeigen liefen im selben Topf wie Reichweiten-Anzeigen, mit demselben Ziel und derselben Bewertung. Und die Frage, ob Meta oder Spotify günstiger einen Hörer bringt, war offen – jeder Kanal rechnete in seiner eigenen Währung.

Meine Strategie und Umsetzung

Die Zielgröße geändert — vom Klick zum Durchklick

Ein Klick auf die Anzeige heißt nur, dass jemand neugierig war. Erst der Durchklick vom Smartlink zum Streamingdienst bedeutet, dass gleich eine Wiedergabe entsteht. Genau dieses Ereignis habe ich als eigenes Pixel-Event eingerichtet und zur Leitkennzahl gemacht. Alles andere folgt aus dieser einen Entscheidung.

Streaming von Reichweite getrennt

Die Streaming-Kampagnen haben ein eigenes Segment mit eigenem Ziel und eigenem Budget bekommen. Vorher konkurrierten sie mit Reichweiten-Anzeigen, die viel billigere Interaktionen liefern – und deshalb im Vergleich immer besser aussahen, obwohl sie das Geschäftsziel nicht bedienen.

Den Trichter aufgeschlüsselt

Anzeige, Klick, Landingpage, Streamingdienst. Erst als jede Stufe einzeln sichtbar war, ließ sich sagen, an welcher Stelle Budget verlorengeht – und wo eine Optimierung überhaupt etwas bringt.

Gerät und Platzierung ausgewertet

Das war der größte Einzelfund: Auf Android kostete ein Durchklick 0,074 €, auf iPhone 0,480 € – Faktor 6,4. Zwischen Facebook und Instagram lag Faktor 3,9. Beides war vorher nie aufgeschlüsselt worden. Diese Unterschiede sind mehr wert als jede Feinjustierung an der Zielgruppe.

Kanäle vergleichbar gemacht

Für Meta und für Spotify habe ich ausgerechnet, was eine Wiedergabe tatsächlich kostet – und dabei nur gezählt, wo wirklich eine entsteht. Follower und Post-Interaktionen habe ich bewusst weggelassen. Erst damit war die Frage „welcher Kanal bekommt das nächste Budget" beantwortbar statt Geschmackssache.

Jedes Release bekommt eigenes Budget

Neue Songs laufen in eigenen Kampagnen. Sonst verteilt der Algorithmus nach Erfahrungswerten – und ein Song ohne Historie bekommt genau dann nichts ab, wenn er Druck bräuchte.

Die Ergebnisse

Kennzahl Vorher Nachher
Durchklicks zum Streamingdienst 2.095 31.133 (×15)
Kosten je Durchklick 0,68 € 0,19 € (−73 %)
Landingpage-Aufrufe 95.594 293.213 (+207 %)
Budget des Streaming-Bereichs 1.428 € 5.812 € (+307 %)

Zahlen aus der Meta Marketing API, Zeitraum 02.05.–30.07.2026 gegen 01.02.–01.05.2026, jeweils 90 Tage. Der Streaming-Bereich startete in der Vorperiode gerade erst – die belastbare Aussage ist die Preissenkung, nicht der Faktor.

Fazit

Für das zweite Projekt desselben Kunden habe ich denselben Aufbau übernommen. Dort liegt der Durchklick inzwischen bei 0,043 € – der Ansatz überträgt sich. Die Lehre daraus gilt über die Musikbranche hinaus: Solange die Leitkennzahl nur Aufmerksamkeit misst, optimiert der Algorithmus auf Aufmerksamkeit. Wie du das technisch aufsetzt, steht in Das Conversions-API-Geheimnis.

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