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SEO & CRO 3 Min. Lesezeit

KI-Sichtbarkeit messen Wird deine Firma von ChatGPT empfohlen?

Stefan Steeger Stefan Steeger Performance-Marketing & Tracking
KI-Sichtbarkeit messen: Wird deine Firma von ChatGPT empfohlen?

Du hast ChatGPT gefragt, wer in deiner Branche gut ist. Dein Name kam nicht vor. Ist das schlimm?
Die ehrliche Antwort: Du weißt es nicht. Ein einzelner Test ist kein Messwert, sondern ein Stimmungsbild. Und ein Stimmungsbild taugt nicht als Grundlage für eine Entscheidung, die Geld kostet.

Dass die Frage überhaupt zählt, ist inzwischen belegt: 19,9 Prozent der Deutschen haben in den letzten vier Wochen KI-Werkzeuge für Kaufentscheidungen, Produktauswahl oder Preisvergleiche genutzt (Splendid Research, 2026). Dieser Anteil sucht nicht mehr zehn blaue Links durch. Er bekommt drei Namen genannt und entscheidet daraus.

Warum ein einzelner ChatGPT-Test nichts beweist

KI-Systeme antworten auf dieselbe Frage jedes Mal anders. Nicht ein bisschen anders, sondern mit anderen Firmen in der Liste. Wer heute nicht vorkommt, kann morgen dabei sein und übermorgen wieder fehlen.

Deshalb gilt bei Steeger Marketing eine feste Regel: mindestens fünf Wiederholungen je Frage und je System. Erst dann lässt sich unterscheiden, ob eine Nennung ein Muster ist oder Zufall.

Wer aus einem einzigen Lauf eine Prozentzahl macht, erfindet Genauigkeit. Das ist der häufigste Fehler in diesem jungen Markt und der Grund, warum viele Berichte beeindruckend aussehen und nichts aussagen.

Welche Fragen überhaupt zählen

Nicht jede Frage ist gleich viel wert. Es gibt drei Sorten, und sie werden von völlig verschiedenen Quellen entschieden:

Fragensorte Beispiel Wer die Antwort bestimmt
Markenfrage Was macht Steeger Marketing? deine eigene Website
Anbieterfrage Welche Agentur macht serverseitiges Tracking? Verzeichnisse und Leistungsseiten
Ratgeberfrage Wie messe ich, ob ich in KI-Antworten vorkomme? erklärende Inhalte

Die Markenfrage beantworten die Systeme fast immer richtig, sie schlagen deinen Namen einfach nach. Das ist kein Sichtbarkeitswert, das ist ein Nachschlagevorgang. Interessant sind die anderen beiden: Dort entscheidet sich, ob du überhaupt zur Auswahl gehörst.

Wie eine Nullmessung abläuft

Eine belastbare Messung hat vier Bestandteile, und keiner davon ist verhandelbar:

  • Fragen aus Daten, nicht erfunden – aus Googles Vorschlägen, der Autovervollständigung, den echten Suchbegriffen aus dem Werbekonto und den Ratgeberseiten der Wettbewerber
  • Mehrere Systeme – ChatGPT, Perplexity, Gemini und Googles KI-Übersichten antworten unterschiedlich
  • Fünf Wiederholungen je Frage und System, damit die Schwankung sichtbar wird statt zu täuschen
  • Rohantworten speichern – sonst lässt sich später nicht nachweisen, woher eine Zahl kommt

Bei Steeger Marketing ergibt das 20 Fragen mal 4 Systeme mal 5 Wiederholungen, also 400 Antworten je Messung. Wie eine solche Nullmessung im Detail abläuft und was danach passiert, steht auf der Seite zur KI-Sichtbarkeit. Im Fachjargon heißt das Thema Generative Engine Optimization, kurz GEO.

Was die Messung in eigener Sache ergeben hat

Die erste Messung für steeger-marketing.com lief am 18.08.2026. Das Ergebnis war unbequem genug, um es zu veröffentlichen:

Fragensorte Antworten Nennungen
Marktfragen (Tracking, Performance, KI) 255 0
Markenfragen nach dem Firmennamen 45 45

Null Nennungen bei 255 Fragen, die ein Kaufinteressent stellen würde. Gleichmäßig über alle Systeme: ChatGPT null, Perplexity null, Gemini null.

Noch aufschlussreicher ist die Zahl, die zunächst gut aussah: Über alle 400 Antworten war die eigene Domain mit 88 Zitaten die meistzitierte überhaupt. Klingt nach einem Erfolg, bis man nachsieht, woher die Zitate stammen. Alle 88 kamen aus den drei Markenfragen. Bei den 255 Marktfragen war die Domain kein einziges Mal Quelle.

Übersetzt heißt das: Die Modelle kennen dich. Sie schlagen dich nur nie vor. Wer nach dem Namen fragt, bekommt eine vollständige und richtige Antwort. Wer nach der Leistung fragt, hört andere Namen.

Was die Zahl nicht sagt

Hier hört die Ehrlichkeit vieler Anbieter auf, deshalb steht es hier ausdrücklich: Es gibt keine Platzierung in KI-Antworten. Keinen Rang, den man abfragen kann, keine Position 3, die man kaufen kann. Wer eine Platzierung verspricht, verkauft etwas, das es nicht gibt.

Was eine Messung leistet, ist etwas anderes und aus Sicht von Steeger Marketing mehr wert: Sie macht einen Zustand überprüfbar, den sonst jeder nur behauptet. Genau wie beim serverseitigen Tracking geht es darum, eine Zahl zu haben statt eines Gefühls.

Und sie zeigt, wer stattdessen genannt wird. Bei der eigenen Messung waren das im Tracking-Umfeld überwiegend Werkzeuge wie Tracklution, JENTIS oder Stape, nicht Dienstleister. Auch das ist eine Erkenntnis: Der Markt wird von den Modellen als Werkzeugmarkt beantwortet, nicht als Agenturmarkt.

Fazit: erst messen, dann entscheiden

KI-Sichtbarkeit ist kein Gefühl und kein einzelner Screenshot. Sie ist eine Zahl, die man erheben kann: mit genug Wiederholungen, über mehrere Systeme, mit gespeicherten Rohdaten.
Ohne diese Zahl weißt du nicht, ob du ein Problem hast. Mit ihr weißt du, wie groß es ist und wer gerade an deiner Stelle empfohlen wird.

Häufige Fragen zur KI-Sichtbarkeit

Wie messe ich, ob meine Firma in KI-Antworten vorkommt?

Mit einer festen Fragenliste, die über mehrere KI-Systeme und mit mindestens fünf Wiederholungen je Frage abgefragt wird. Steeger Marketing nutzt 20 Fragen mal 4 Systeme mal 5 Wiederholungen, also 400 Antworten je Messung. Einzelne Stichproben schwanken zu stark, um daraus einen Wert abzuleiten.

Warum nennt ChatGPT bei derselben Frage jedes Mal andere Firmen?

Weil die Antwort nicht aus einer festen Rangliste kommt, sondern jedes Mal neu erzeugt wird. Deshalb ist ein einzelner Lauf ein Stimmungsbild und keine Messung. Erst über mehrere Wiederholungen wird sichtbar, welche Nennungen ein Muster sind.

Kann man eine Platzierung in ChatGPT garantieren?

Nein. Es gibt in KI-Antworten keinen Rang und keine abfragbare Position. Wer eine Platzierung verspricht, verkauft etwas, das technisch nicht existiert. Messbar ist, wie oft eine Firma über viele Antworten hinweg genannt und zitiert wird.

Was ist der Unterschied zwischen KI-Sichtbarkeit und GEO?

Es ist dieselbe Sache. GEO steht für Generative Engine Optimization und ist der englische Fachbegriff, KI-Sichtbarkeit die deutsche Entsprechung. Gemeint ist jeweils, ob und wie eine Firma in den Antworten generativer KI-Systeme vorkommt.

Reicht es, wenn ChatGPT meine Firma kennt?

Nein. In der Messung vom 18.08.2026 beantworteten alle Systeme die Frage nach dem Firmennamen vollständig und richtig und nannten die Firma trotzdem in 255 Marktfragen kein einziges Mal. Bekannt sein und empfohlen werden sind zwei verschiedene Dinge.

Willst du wissen, ob deine Firma in KI-Antworten vorkommt?

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